Professioneller Brand- und Explosionsschutz

Optimales Maß für Mitarbeiter und Produktion finden

Professioneller Brand- und Explosionsschutz in Betriebs- und Produktionseinrichtungen

Optimales Maß für Mitarbeiter und Produktion finden

Sicherheit durch Brand- und Explosionsschutzmaßnahmen nehmen einen immer wichtigeren Stellenwert in der Industrie, in Unternehmen sowie öffentlichen Institutionen ein. Dabei ist das primäre Ziel, Brände und Explosionen von vornherein zu vermeiden, das Schadensausmaß im Falle einer Katastrophe auf ein Minimum zu reduzieren und somit Mensch und Umwelt bestmöglich zu schützen. Eine Sicherheitsanalyse, die Brand- und Explosionsgefährdungen eruiert, bildet die Grundlage, damit individuell abgestimmte Lösungen sowie ein konstruktives Schutzkonzept entwickelt werden können. „Ein stimmiges Maß an Sicherheit wird nur durch eine ganzheitliche Planung erreicht, die Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Schutzmaßnahmen miteinander verknüpft“, verdeutlicht Dipl.-Ing. Detlev Mengis, Prokurist bei Kidde Brand- und Explosionsschutz (KBE) und ergänzt: „Eine Störung, ein Ausfall oder die Beschädigung sensibler Daten kann mitunter ganze Unternehmenseinheiten blockieren und die Geschäftstätigkeiten empfindlich stören. Ein passendes Schutzkonzept muss deshalb individuelle Risiken sowie Kundenanforderungen berücksichtigen“. Zum Schutz verschiedenster Betriebsbereiche ist somit ein abgestimmtes Konzept mit zielgerichteten Lösungen relevant. In diesem Zusammenhang sind sowohl Brandschutz-, als auch Explosionsschutzmaßnahmen wichtig, die je nach Bedarf und Unternehmensbereich auch miteinander kombiniert werden sollten. In jedem Fall gilt es, Sicherheitsdefizite durch geeignete Systeme zu beheben und Schäden vorzubeugen.

Umweltfreundlicher Brandschutz für sensible Betriebsbereiche

Für sensible Güter, wie etwa IT-Komponenten oder Archivinhalte, müssen spezielle Löschmittel eingesetzt werden, damit sie nicht lahm gelegt oder gänzlich zerstört werden. Während Wasser bevorzugt zur Bekämpfung von Bränden der Brandklasse A (Glut bildende Stoffe) eingesetzt und Löschschaum eine optimale Methode zur konventionellen Brandbekämpfung darstellt, ist eine Alternative für sensible Betriebsbereiche gefragt. Hier bietet KBE eine Lösung mit dem Löschsystem KD-1230 an. Das System ist mit dem Löschmittel Novec 1230 ausgestattet und ist eine umwelt- und humanverträgliche Methode. Das Löschmittel ist eine farblose, nahezu geruchlose Flüssigkeit, die Kohlenstoff, Fluor und Sauerstoff enthält. Aufgrund der Löscheigenschaften und der kurzen Flutungszeit von maximal 10 Sekunden kann ein Feuer binnen kürzester Zeit gelöscht werden. KD-1230 bietet schnellen und sicheren Brandschutz, lässt sich Platz sparend bevorraten und bietet höchste Sicherheit in Bezug auf Personenschutz. Die nicht korrosive und nicht elektrisch leitende Eigenschaft verursacht keine Schäden oder Rückstände an sensiblen Komponenten.

Explosionsunterdrückung als richtungweisende Sicherheitsmaßnahme

Während beim Brandschutz der Einsatz des richtigen Löschmittels oder der präventive Ausschluss eines Brandes im Vordergrund steht, stellt beim Explosionsschutz die Unterdrückung oder auch Vermeidung in Kombination mit einer optimal geeigneten Technik die optimale Lösung dar. In der pharmazeutischen bzw. chemischen Industrie werden verschiedene Technologien von Zerstäubungs- oder Sprühtrockner eingesetzt. Die spezifischen Verarbeitungsprozesse zur Gewinnung verschiedener pulverförmiger Produkte bedingen das verstärkte Auftreten von explosionsgefährdeten Staub-Luft-Gemischen. Die meisten Zerstäubungstrockner laufen im unteren Bereich zum Auslauf konisch zu. Die Gefahr, die dadurch entsteht, erklärt Diplom-Ingenieur Rudi Post von KBE folgendermaßen: „Zersetzt sich ein Produkt exotherm und entstehen Anbackungen oder Beläge an den Trocknerwänden, so kann sich dieses bis zur Glimmtemperatur erwärmen und durch die hohe Lufteintrittstemperatur im Zerstäubungstrockner ein Glutnest bilden. Ein Glutnest kann je nach Brand- und Zündverhalten zu einem Brand oder einer Staubexplosion führen“. Agieren statt Reagieren ist die Devise, damit dies von vornherein unterbunden wird. Explosionsunterdrückungsanlagen bieten eine sichere, zukunftsorientierte und umweltfreundliche Sicherheitseinrichtung zum Schutz der Personen und der Produktionsanlagen in Chemie- und Pharma. Gegenüber der Explosionsdruckentlastung kann die Explosionsunterdrückung auch bei toxischen Stäuben eingesetzt werden und ist unabhängig vom Aufstellungsort der Produktionsanlage. Hierbei werden die Apparate und Rohrleitungen nicht für den maximalen, sondern nur für den reduzierten Explosionsüberdruck eines bestimmten Brennstoffes ausgeführt. Somit wird die Auswirkung der Explosion auf ein unbedenkliches Maß reduziert. In der Praxis bedeutet das: Eine anlaufenden Explosion wird durch Explosionsdrucksensoren erkannt und die Explosionsflamme wird durch Löschpulver in Millisekunden abgelöscht. Dadurch wird der zu erwartende maximale Explosionsüberdruck bei optimalen Konzentrationsbedingungen deutlich auf einen maximalen reduzierten Explosionsüberdruck vermindert. Ziel einer Explosionsunterdrückung ist es, den Explosionsüberdruck auf einen möglichst niedrigen Wert zu begrenzen. Weder Produkt, Verbrennungsrückstände oder Flammen treten aus der zu schützenden Apparatur bei einer Explosionsunterdrückung ins Freie aus. So besteht keine Gefahr für Mensch und Umwelt.

Auf der sicheren Seite

Um sowohl gesetzlichen Bestimmungen, als auch umweltpolitischen Aspekten gerecht zu werden, gilt ein strenger Blick auf bestehende Maschinen und Anlagen. Eine Evaluierung von Brand- und Explosionsgefahren sollte deshalb regelmäßig durchgeführt werden, damit Mängel rechtzeitig erkannt und behoben werden können. Einen weiteren wichtigen Punkt bilden Maßnahmen zur Gefahrenvermeidung. Das können bestimmte Vorrichtungen technischer Natur sein, wie zum Beispiel der Einsatz einer Gaswarnanlage. Aber auch organisatorische Maßnahmen sollte in betracht gezogen werden, die z.B. Schulungen umfassen.
Um die Sicherheit und langfristige Nutzung der unterschiedlichsten Betriebsbereiche zu ermöglichen, bietet der Ratinger Experte KBE eine sorgfältige Planung und Koordination zwischen Käufer, Planer, Behörden und Systemanbieter an. In einem stimmigen Gesamtkonzept sollten neben den einzelnen Systemkosten auch die Installation, Schnittstellen, Unterhalt und Dienstleistungen berücksichtigt sein. Denn nur mit der richtigen Kombination und dem einwandfreien Zusammenspiel von verschiedenen Maßnahmen ist Brand- und Explosionsschutz nicht nur sicher, sondern auch effizient.