Wettbewerbsvorteil durch Anlagenschutz

DOW sorgt für Wettbewerbsvorteil durch bestmöglichen Anlagenschutz

 

Das 1897gegründete und weltweit agierende Chemieunternehmen The Dow Chemical Company, mit Sitz in Midland, Michigan, zählt zu den größten Chemieunternehmen weltweit. 46 000 Mitarbeiter an 37 Produktionsstandorten erzielten im Jahr 2007 einen Umsatz von 53,5 Mrd. US $. Dow liefert seinen Kunden in rund 160 Ländern eine breite Palette von Produkten und Dienstleistungen und verbindet dabei Chemie und Innovation mit den Prinzipien der Nachhaltigkeit. Seit 1995 engagiert sich der amerikanische Konzern auch in Mitteldeutschland.
Die Dow Olefinverbund GmbH hat sich seit dem zum größten Kunststoffproduzenten in den neuen Bundesländern entwickelt. Das umfangreiche Portfolio des Unternehmens umfasst dabei eine Vielzahl von Basiskunststoffen, wie beispielsweise Polypropylen, Polyethylen, Polystyren, synthetischen Kautschuk und Basischemikalien. So vielschichtig wie die Produktpalette, sind auch die Anwendungsmöglichkeiten dieser Grundstoffe.
Sie finden unter anderem Verwendung bei der Verarbeitung von Wohnraumtextilien, in der Kommunikationstechnik, der Automobilindustrie, der Verpackungsindustrie, bei Sport- und Freizeitartikeln, in der Herstellung von Hygieneartikeln und Pflegeprodukten bis hin zur Medizintechnik. Die Standorte der Dow Olefinverbund GmbH, in Schkopau, Leuna, Boehlen und Teutschenthal zählen zu den modernsten und sichersten Chemiestandorten der Welt. Diesen hohen Standard wollen wir auch weiterhin bieten können“, erklärt Production Engineer Specialist und stellvertretender Produktionsleiter aus dem Bereich DLP, Wolfgang Schmidt.

Gefahren erkennen und vermeiden

Die Produktion von chemischen Stoffen, wie Polymerpulver, impliziert die Entwicklung von Staub/Luft-Gemischen, Gasen und Dämpfen. Deshalb kann die Gefahr einer möglichen Explosion während des Herstellungsverfahrens nicht völlig ausgeschlossen werden und veranlasst Dow, stetig in die Verbesserung und Optimierung der Anlagensicherheit zu investieren. Diesbezüglich sei neben der Anlagensicherheit primär der Schutz von Menschen und Umwelt bedeutsam. „Wichtig war uns deshalb, dass im Falle einer Explosion diese nur auf die eigene Anlage begrenzt sicher beherrscht wird und Auswirkungen auf Umwelt und Nachbarschaft nicht vorhanden sind.
Unser Ziel ist es also, durch konstruktive Schutzmaßnahmen die Explosionsgefahr im Betrieb auf ein Minimum zu beschränken. Gleichzeitig dürfen Auswirkungen im Ereignisfall keinen schädigenden Einfluss für Mensch und Betrieb bedeuten.
Diesen Anforderungen können nur Explosionsunterdrückungsanlagen gerecht werden“, verdeutlicht der Dipl.-Ing. und erzählt weiter, dass es seit über zwölf Jahren keine Vorfälle, Sicherheitsereignisse und Schadensfälle gegeben habe. Grund dafür ist auch die zuverlässige und kompetente Leistung von Kidde Brand- und Explosionsschutz (KBE), die seit Jahren das Unternehmen in Sicherheitsfragen bekleiden und individuell angefertigte Lösungen präsentieren.
Letztes Jahr führte die Erweiterung des Maschinenparks mit der Lieferung eines weiteren Sprühtrockners zu einer Ausweitung und Optimierung der Explosionsschutzmaßnahmen. Gemeinsam mit den Sicherheitsspezialisten aus Ratingen entschied sich Dow, wie bereits zwölf Jahre zuvor, für eine Explosionsunterdrückungsanlage sowie für eine explosionstechnische Entkopplung inklusive Löschmittelsperren. Durch diese Maßnahmen werden neben der Sprühtrocknungsanlage auch die Filteranlagen und Förderstrecken gesichert, in denen das Polymerpulver getrocknet und transportiert wird.

Doppelt gesichert

„Sicherer Anlagenschutz hat für uns höchste Priorität“, gibt Wolfgang Schmidt zu verstehen. Deshalb setzt Dow auch auf eine Kombination verschiedener Explosionsschutzlösungen. Diesbezüglich dient die implementierte Explosionsunterdrückungsanlage, um den Aufbau eines unzulässig hohen Drucks bei einer sich entwickelnden Explosion innerhalb des Sprühtrockners zu verhindern. Bereits in der Anfangsphase der Explosion wird der Wirkungsbereich der Explosionsflamme eingeengt und der maximale Produktionsdruck auf unter 0,4 bar reduziert. Explosionsdrucksensoren detektieren eine anlaufende Explosion, senden dieses Signal an eine Melde- und Steuerzentrale, wo es registriert, überprüft und ausgewertet wird. Bei abweichenden Soll-Werten werden innerhalb von Millisekunden HRD(High Rate Discharge)-Löschmittelbehälter aktiviert und das auf Basis von Natriumbicarbonat bestehende Löschmittel strömt durch dafür vorgesehene Ventile aus. Durch das schlagartige Einströmen des Löschpulvers in die entstehende Explosionsflamme wird diese in Millisekunden abgelöscht, so dass die Staubexplosion unterdrückt und somit abgebrochen wird. Die Explosionsentkopplung sichert darüber hinaus als konstruktive Schutzmaßnahme die Beförderung der brennbaren Produkte über die einzelnen Förderstrecken. Durch so genannte Löschmittelsperren wird bei der explosionstechnischen Entkopplung die Übertragung der Explosionsflamme in vorgeschaltete Anlagenteile verhindert.

Optimaler Anlagenschutz fördert Wettbewerbsfähigkeit

„Die Verbindung der einzelnen Schutzkomponenten ermöglicht Dow nicht nur eine sichere Produktion, sondern schafft auch ganz klar einen Wettbewerbsvorteil. Denn nur mit ausfallsicheren Anlagen kann langfristig Gewinn erzielt werden“, erklärt Dipl. Ing. Schmidt. „Bei betrieblichen Planungsprozessen darf der Focus nicht nur auf die Gegenwart gerichtet sein, sondern muss vielmehr auch zukünftige Entwicklungen, im Hinblick auf Effizienz und Wirtschaftlichkeit, berücksichtigen“, bemerkt der Dipl. Ingenieur. Um sich im Verdrängungswettbewerb profilieren zu können, seien qualitativ hochwertige Produkte genauso wichtig, wie auch die Investitionen in sichere Anlagentechnik. „Die Kompetenz von KBE zeichnet sich nicht nur bei der Umsetzung individueller Systemanforderungen aus. Auch der ausgezeichnete Service und das insgesamt als exzellent zu bewertende Preis-/Leistungsverhältnis bestärken uns, dass wir seit Jahren auf den richtigen Partner im Brand- und Explosionsschutz setzen“, erläutert Wolfgang Schmidt abschließend.