Anwendungsbeispiel

Explosionsunterdrückung an Zerstäubungstrocknern

Explosionsunterdrückung an Zerstäubungstrocknern

 

Bild 1:
Wirkungsweise der Explosionsunterdrückung (Zum Vergrößern Anklicken)

 

 In der pharmazeutischen bzw. chemischen Industrie werden verschiedene Technologien von Zerstäubungs- oder Sprühtrockner eingesetzt. Die spezifischen Verarbeitungsprozesse zur Gewinnung verschiedener pulverförmiger Produkte bedingen das verstärkte Auftreten von explosionsgefährdeten Staub-Luft-Gemischen.
Die meisten Zerstäubungstrockner laufen im unteren Bereich zum Auslauf konisch zu. Die Gefahr, die dadurch entsteht, erklärt KBE folgendermaßen: „Zersetzt sich ein Produkt exotherm und entstehen Anbackungen oder Beläge an den Trocknerwänden, so kann sich dieses bis zur Glimmtemperatur erwärmen und durch die hohe Lufteintrittstemperatur im Zerstäubungstrockner ein Glutnest bilden. Ein Glutnest kann je nach Brand- und Zündverhalten zu einem Brand oder einer Staubexplosion führen“.
Aus diesem Grund müssen zusätzlich zu den allgemeinen Schutzmaßnahmen, wie z.B. Temperaturüberwachung, konstruktive Explosionsschutzmaßnahmen an Zerstäubungstrocknern getroffen werden.
Neben der Explosionsdruckentlastung ist die Explosionsunterdrückung eine sichere, zukunftsorientierte und umweltfreundliche Sicherheitseinrichtung zum Schutz von Personen und Produktionsanlagen.
Hierbei werden die Apparate und Rohrleitungen nicht für den maximalen, sondern nur für den reduzierten Explosionsüberdruck eines bestimmten Brennstoffes ausgeführt. Somit wird die Auswirkung der Explosion auf ein unbedenkliches Maß reduziert.
In der Praxis bedeutet das: Eine anlaufenden Explosion wird durch Explosionsdrucksensoren erkannt und die Explosionsflamme wird durch Löschpulver in Millisekunden abgelöscht. Dadurch wird der zu erwartende maximale Explosionsüberdruck bei optimalen Konzentrationsbedingungen deutlich auf einen maximal reduzierten Explosionsüberdruck vermindert.
Weder Produkt, Verbrennungsrückstände noch Flammen treten aus der zu schützenden Apparatur bei einer Explosionsunterdrückung ins Freie aus.