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Kiddeflap und kiddeflap plus

 

KiddeFlap und KiddeFlap Plus

als kostengünstiges Entkopplungssystem

Behälter und Anlagenteile sollten so ausgelegt sein, dass bei Explosionen keine Menschen zu Schaden kommen und der Schaden an Gebäuden und Anlagen minimiert bis ausgeschlossen wird. Leider sieht die Praxis oftmals anders aus, was einige Vorfälle in den letzten Jahren deutlich machen. Dabei gibt es insbesondere im Bereich der exlosionstechnischen Entkopplung inzwischen Systeme, deren Vorteile auf der Hand liegen. So präsentiert der Ratinger Spezialist Kidde Brand- und Explosionsschutz mit KiddeFlap und KiddeFlapPlus eine Rückschlagklappenbaureihe, mit der Explosionen in nahezu allen Industriebereichen wirkungsvoll entkoppelt werden können. KiddeFlap wird gemäß EU-Richtlinie 94/9/EG(ATEX 95) zertifiziert und zur Entkopplung von Staubexplosionen organischer und anorganischer Stäube zugelassen. Einsatz findet die Innovation dort, wo explosionssfähige Staub-Luftgemische auftreten. Darunter fallen z.B. Staubabscheider, Mischer, Wirbelschichtgranulatoren, Mühlen. Sind prozessbedingte Zündquellen nicht auszuschließen, so werden diese Anlagen häufig mit Explosionsdruck-entlastung oder –Unterdrückung ausgerüstet. KiddeFlap erweist sich als optimale Alternative zu anderen Entkopplungsmaßnahmen, deren Investition kein Anlagenbetreiber scheuen sollte.

Funktionsweise im Explosionsfall

Im Normalbetrieb wird die saugseitig eingebaute Rückschlagklappe von der Luftströmung offen gehalten und das Klappenblatt schleißt sich bei Stillstand aufgrund seines Eigengewichts. Läuft die Anlage an, so dämpft ein Dämpfungselement das Öffnen des Klappenblattes. Bei einer Explosion in der mit KiddeFlap geschützten Anlage wird das Klappenblatt durch die sich in der Rohrleitung ausbreitenden Druckfront geschlossen. Explosionsflamme und –druck können nicht weiter in die Rohrleitung zurückschlagen. Somit werden die an den Erfassungsstellen arbeitenden Personen oder auch suagseitige Anlagenteile vor den Auswirkungen der Explosion geschützt. Das Klappendämpfungselement verhindert, dass die Klappe kurze Zeit nach der Explosion durch den auftretenden Unterdruck wieder geöffnet wird. Optional bietet KBE noch eine Überwachungsfunktion an. Bei KiddeFlapPlus wird zusätzlich ein Verschleißsensor in das Gehäuse integriert und ein weiterer Sensor übernimmt die Überwachung der Klappenblattposition und damit den Verschleiß des Klappenblatts und der Schließfunktion. Um die optimale Platzierung der Sensoren eruieren zu können, setzt KBE bei der Entwicklung moderne Strömungssimulations-Systeme ein. Befestigt werden die Sensoren fertig verdrahtet in einem an der Rückschlagklappe angebrachten Klemmenkasten. Die Signalauswertung erfolgt über die bauseitige Schaltanlage der Gesamtanlage.

Als weiteren Vorteil bezeichnet Rudi Post, Vertriebsleiter des Geschäftsbereiches Explosionsschutz, dass KiddeFlap ein passives System ist, bei dem keine Auslösesensorik erforderlich ist. Die einfache Öffnung erfolgt über Schnellverschlüsse ohne lose Bauteile. Zubehör in Form eines separaten Schaltschranks mit integriertem Trennschaltverstärker sind für den eigensicheren Verschleißsensor erhältlich. Post betont, dass alle Rückschlagklappen gemäß ATEX 95 unterzogen werden, die Auditierung der Qualitätssicherung ebenfalls nach ATEX 95. Der Explosionsschutzexperte abschließend:“ KiddeFlap und KiddeFlapPlus dürfen somit als autonome Schutzsysteme gemäß ATEX implementiert werden. Dies ist ein weiterer Schritt zu mehr Sicherheit in der Produktion und minimiert sicher auch die Zahl derjenigen Betriebe, die sich noch nicht für einen solchen Schutz entscheiden konnten.“